Lärchenharzsalbe

Heilkraft der Bäume - alte Baummedizin der Alpenländer

Seit Anfang 2022 bin ich voll auf die Lärchenharzsalbe gekommen, sie hilft bei so vielen Dingen. Früher kannte sie jeder im Alpenländlichen Raum, Deutschland, Österreich, Schweiz. In Bayern wird von den älteren und traditionelleren Bauern noch sehr gerne Lärchenharzsalbe als Allroundmittel in der Hausapotheke verwendet, sogar bei den Tieren. Auf manchen Bauernhöfen in Süddeutschland und in Österreich ist sie noch ziemlich bekannt und kommt zum Einsatz. 

 

Lärchenharzsalbe besteht aus Olivenöl, Lärchenharz (Lärchenpech), Fichtenharz und Bienenwachs und ist optional mit Heilkräutern versehen. Und wie immer, wenn ich von etwas so begeistert und überzeugt bin, muss ich es selbst herstellen. Ich verwende die ganze Zeit für alles Mögliche diese Salbe. Hier ein kleiner Auszug, was sie alles kann:

 

Bei Wunden (auch offenen) und Verletzungen, Entzündungen, Spleißen, Gelenkbeschwerden, Muskelschmerzen, Muskelkater, Sportverletzungen, Erkältungsinfekte (Husten, Schnupfen, Hals- & Rachenentzündung, Heiserkeit, Ohrenschmerzen [hinter dem Ohr auftragen), Lippenherpes, Candida-Hautinfektion, Hautentzündungen, antimikrobiell, schützt vor Viren, Bakterien, Pilzen, Arthrose, Wundliegen, Nagelpilz, Unterleibsschmerzen, Unterleibsbeschwerden, Rhagaden, rissige Winterhaut, nach Knochenbrüchen, steifer Nacken, Abszesse, Furunkel, hebt die Stimmung

 

Die erste Salbe habe ich bestellt und dann prompt selbst hergestellt. Diese war zusätzlich mit Zirbenöl versetzt und duftet dementsprechend.

 

Eine meiner beiden Töchter cremt sogar ihre gesamte entzündete Neurodermitis Haut mit meinem selbstgemachtem Lärchenharz ein. Es brennt ihr kein bisschen und sie sagt, dass es sogar gut tue! Heilen kann es die Neurodermitis nicht, aber wir sind schon so froh, wenn wenigstens etwas auch nur "gut tut". Das macht sicher auch das Olivenöl, das Bienenwachs aus und das Harz kann ich mir vorstellen, hilft auf seine ganz eigene Art und Weise, die Entzündung selbst zu beruhigen. 

 

Ich selbst habe immer wieder an den Nasenflügeln eine sich schälende Haut, sie wird dann ganz dünn und zum Teil wund, sie reißt mir regelmäßig sogar ein. Hier hilft jedes Mal die Lärchenharzsalbe wahre wunder und zwar so schnell, wie als wenn ich Cortison drauf schmieren würde, was ich auch schon oft gemacht habe. Ganz verschwinden tut es nicht, wahrscheinlich ist die Ursache ein inneres Geschehen, was sich äußerlich auswirkt. 

 

Regelmäßig bekomme ich beim leichtesten Luftzug oder kühlerer Luft einen schmerzenden und steifen Nacken. Vor dem Lärchenpech habe ich sehr gerne Tigerbalm verwendet, das macht richtig warm auf der Haut und tut der Muskulatur wirklich gut. Zur Zeit gebe ich aber Lärchenharz auf den Nacken, das wird nicht warm - tut aber einfach gut und am nächsten Tag ist es wirklich besser. Bessere Erfolge habe ich, wenn ich mehrmals am Tag mein Genickt einschmiere. 

 

Vor einer Überdosierung oder Nebenwirkungen braucht man bei Lärchenpechsalbe keine Bedenken zu haben. Manche Menschen (1 - 4 % der Menschen) könnten gegen das Harz allergisch reagieren. Deshalb sollte man, bevor man es verwendet, erst in der Ellenbeuge testen und eine Weile abwarten. Am besten einen Tag. 

 

Das Rezept meiner Lärchenharzsalben stammt aus dem wundervollen Buch "Die sanfte Medizin der Bäume" von Maximilian Moser und Erwin Thoma, es ist ein altes und traditionelles Rezept aus unseren Alpenländern und Alpenvorländern, wobei Olivenöl das traditionelle Schweineschmalz überwiegend abgelöst hat. Von Erwin Thoma habe ich drei Bücher. Ich liebe Bäume, er ist mit Bäumen intensiv aufgewachsen am Karwendel in Österreich. Er wurde Förster und jetzt verkauft er auf der ganzen Welt "Holz100 Häuser". Ein so unglaublich interessantes Thema! Diese Häuser sind feuerfest, zersetzen sich nicht, er arbeitet mit Mondholz (geschlagenes Holz im abnehmendem Mond um Weihnachten herum oder andere Tage im abnehmendem Mond). Das Holz wirkt strahlungsabweisend, fördert die eigene Selbstheilung durch NULL Giftstoffe. Die Häuser werden nicht verleimt, nur verdübelt! Sie sparen richtig viel Energiekosten und die Herstellung ebenfalls. Also sehr nachhaltig und grün.

 

In seinen Büchern geht es aber um viel mehr, als um diese Art von Häusern. Es geht um die Bäume, die Heilwirkung auf uns, das Wunder, wie ein Baum überhaupt funktioniert und in ständigem Austausch mit seiner Umwelt, mit seinem Umfeld steht, wie sie auf das kommende Wetter reagieren, was wir von ihnen lernen könnten. 

 

Ich kann die Lärchenharzsalbe wärmstens für alle möglichen Zipperleins für die Hausapotheke empfehlen!

 

In meine Lärchenharzsalbe kommt nur Bio-Wachs und Bio-Olivenöl rein, die Harze kommen von Natur aus ohne jegliche Spritzmittel aus, das Lärchenharz beziehe ich aus Kärnten in Österreich, wo traditionell "geerntet" wird. (Lärchenharz befindet sich nicht außen am Baum, es ist immer zähflüssig und trocknet nicht wie bei Fichten, Tannen oder Kiefern am Baum ein. Traditionell wird bis in die Mitte des Baumes gebohrt und dann das heraustretende Harz aufgefangen.  

 

Bücher von Erwin Thoma

sehr empfehlenswert, wer Bäume mag und an wirklicher Nachhaltigkeit interessiert ist!